Woche gegen Armut und Ausgrenzung in Heidelberg

24. Oktober 2017  Stadtblatt
Armut

Bild: Aktionswoche des Heidelberger Bündnisses gegen Armut und Ausgrenzung

Unsere Stimme im Stadtblatt – von Sahra Mirow

Mehr als 12.000 Menschen sind in Heidelberg von Armut gefährdet. Wichtige Gruppen sind dabei Alleinerziehende, Arbeitslose und von Altersarmut betroffene Personen.

Für die Kommunalpolitik gibt es durchaus Handlungsmöglichkeiten, auch wenn diese oft nur als Reparaturbetrieb des bestehenden kapitalistischen Wirtschaftssystems agiert. Diese Möglichkeiten werden in Heidelberg bisher nur teilweise genutzt.

Zwar gibt es kostenlose Kindergartenplätze und Sozialtickets für Inhaber des Heidelberg-Passes. Die Preise für das Sozialticket müssen aber gesenkt und die vom Jobcenter übernommenen Kosten der Unterkunft erhöht werden. Außerdem sind wir als DIE LINKE/PIRATEN dafür, dass es endlich eine Konkretisierung des Ziels im Handlungsprogramm Wohnen gibt und pro Jahr mindestens 400 preisgünstige Wohnungen gebaut werden.

 

Mehr zur Aktionswoche finden Sie hier: https://www.das-heidelberger-buendnis.de/


Ein Kommentar zu „Woche gegen Armut und Ausgrenzung in Heidelberg”

  • Frank Haag sagt:

    Guten Abend Gemeinde 🙂

    Ja Ja, die Armutswoche in Heidelberg. Nach eigenen Zählungen der Heidelberger Tafel ev. ,leben in Heidelberg schon 11600 Menschen unter der Armutsgrenze,davon sind 24% Kinder unter 16 Jahren !!! Addiert man jetzt die ca. 12000 Armutsgefährdeten hinzu,dann wird die Anzahl der Betroffenen für Heidelberger Verhältnisse wohl gigantisch hoch !! Zur Verdeutlichung, 1200 Menschen, daß sind mehr als die Stadtteile Emmertsgrund und Boxberg Einwohner haben !

    Wundert es euch wirklich,dass sich die Anzahl der Armen gegenüber der letzten Jahrzehnte so dramatisch erhöht hat ? Der Neoliberalismus hat auch im altehrwürdigen Heidelberg Einzug gehalten, wobei ich mich doch frage,wo die ganzen linken Parteien,die auch hier in Heidelberg ansässig sind,denn waren ? Wo sind die linken Aktionen gegen die Armut und das Elend in dieser Stadt ? Die einzigen, die wirklich praktische Hilfe leisten,dass sind die paritätischen Wohlfahrtsverbände,die sogar am Mörtelgewann,zusammen mit der Tafel ,jeden Tag ca. 40 Kinder bekochen,da diese sonst garnichts zu essen hätten.

    Zudem frage ich mich immer wieder,ob die Bevölkerung überhaupt weiß wo sich in ihrer eigenen Stadt die Armut befindet. Die Profiteure des Neoliberalismus,die hippe und selbstherrliche Gesellschaftsschicht,die den Mindestlohn am liebsten abschaffen möchte,die an prekären Beschäftigungsverhältnissen verdient und diese auch fördert,diese Heidelberger Gesellschaftsschicht,sie weiß es bestimmt nicht. Das würde nur ihr Weltbild stören,indem nur Gewinner hofiert werden. Armut stört da nur!!!

    2 ehemals, vom Grundgedanken her, linke Parteien hier in Heidelberg,die aber genau diese hippe und elitäre Gesellschaftsschicht umworben haben,müssen jetzt bitter dafür bezahlen. Sie sind einfach unglaubwürdig geworden,Mitglieder sind in Scharen ausgetreten und ihre ehemals starke Wählerschaft hat sie bei allen Wahlen fürchterlich abgestraft !!!

    Solange die linken Parteien nicht merken das der Neoliberalismus nur die Armen,Schwachen und Bedürftigen gegeneinander ausspielt,so lange werden gewisse Bevölkerungsschichten sie auch nicht mehr wählen.

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