Auf nach Frankfurt: Klimakrise stoppen, Finanzindustrie in die Verantwortung nehmen

Aufruf von DIE LINKE Heidelberg zum Finanzklimastreik am 13.08. in Frankfurt am Main

„Our future is not for sale“, unter diesem Motto ruft Fridays for Future zusammen mit vielen anderen Akteuren wie etwa der ver.di-Jugend, attac oder der Seebrücke zum zentralen Finanzklimastreik am 13.08. in Frankfurt am Main auf. Auch DIE LINKE ist mit einem eigenen Protestblock, der um 14:00 Uhr beim Frankfurter Alfred-Brehm-Platz (Zoo) startet, bei den Demonstrationen am Aktionstag vertreten.

Waldbrände am Mittelmeer, Überschwemmungen im Norden der Türkei, lebensbedrohliche Rekordhitze in Kanada, Hungersnot wegen Ernteausfällen in Teilen Afrikas – Gründe gegen die Klimakrise auf die Straße zu gehen lieferte uns allein das aktuelle Jahr mehr als genug. Mit der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und NRW ist inzwischen noch einmal klarer geworden, dass die Klimakrise bereits jetzt unseren Lebensalltag bedroht. Gemäß des erst diese Woche erschienenen Berichts des Weltklimarats (IPCC) müssen wir im wahrscheinlichsten Szenario davon ausgehen, dass bereits 2030 wir 1,5 Grad globale Klimaerwärmung erreichen werden – eine Hürde, die nicht weiter überschritten werden darf, wenn wir die Klimakrise auf ein beherrschbares Maß begrenzen möchten.

Es braucht daher jetzt einen konsequenten Politikwechsel: bis 2030 müssen wir aus der Kohle aussteigen, eine Verkehrswende mit einem massiven Ausbau eines zukünftig kostenfreien ÖPNV muss heute beginnen und die Industrie muss ihre Produktionsprozesse derart umstellen, um möglichst schnell im Sinne einer Kreislaufwirtschaft umstellen. Auch die Finanzindustrie muss ihren Teil dazu beitragen, damit wir 2035 deutschlandweit Klimaneutralität erreichen. Auf Investitionen in Kohle, Öl und Gas muss sie zukünftig verzichten. Statt kurzfristiger Profite braucht es Investitionen in sozial-ökologische Industrien und damit die Zukunft der Menschheit.

Als LINKE betonen wir: die Klimakrise ist eine soziale Frage. Zwar haben vor allem die Reichen und Superreichen diese Krise mit ihrer ressourcenintensiven Lebensweise verursacht, aber es sind die Armen und Ärmsten die am meisten unter ihr zu leiden haben. Die jetzt notwendige Transformation unserer Produktion- und Lebensweise werden wir nur erreichen, wenn sie zugleich auch eine soziale Transformation hin zu einer gerechteren Gesellschaft sein wird. Die Klimawende kann nicht von oben verordnet werden, sie braucht die demokratische und soziale Beteiligung möglichst aller.

All das werden wir nur erreichen, wenn wir an allen Stellen der Gesellschaft und das heißt auch auf der Straße Druck für Politik, Konzerne und Banken aufbauen. Kommt deshalb am 13.08. nach Frankfurt und demonstriert mit uns! Denn unsere Zukunft ist keine Ware!

Detailinfos zu den Protesten findet ihr auch unter: https://streikmituns.de/

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