Pendlerhochburg ist Kehrseite des Wohnungsdesasters

Symbolbild Pixabay License

Die hohe Zahl an Pendlern ist die Kehrseite des Mangels an bezahlbaren Wohnraum, kritisiert die DIE LINKE anlässlich des aktuellen Pendlerberichts der Stadt Heidelberg. Demnach kommen fast 70 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die in Heidelberg arbeiten, von außerhalb. Heidelberg ist landesweit Pendlerhauptstadt, etwa 63.000 Personen pendeln täglich ein, etwa 23.000 Menschen täglich aus. Gegenüber den 90er Jahren ist die Zahl der Pendlerströme weiter gewachsen.

Die großen Pendlerströme sind für Heidelberg ein Armutszeugnis. Sie verursachen kaum zu bewältigende Verkehrsströme und erhebliche Belastungen für die Betroffenen“, so LINKEN-Stadträtin Sahra Mirow. „Die hohen Pendlerströme sind die Kehrseite der akuten Wohnungsnot in Heidelberg und heizen in der Folge weiter steigende Mieten an“, so Mirow weiter.

Daher müsse die Schaffung preiswerten Wohnraums Priorität haben, ergänzt Stadtratskollege Bernd Zieger. „Die bisherige Wohnungspolitik, etwa in der Bahnstadt, ist ein Desaster. Auch auf den meisten Konversionsflächen legt die Stadt den Schwerpunkt leider zu sehr auf Ansiedelung weiterer Firmen, statt sich auf die Schaffung von ausreichend bezahlbarem Wohnraum zu konzentrieren“, so Zieger.

In ihrem neuen Kommunalwahlprogramm, das derzeit erstellt wird, möchte die Partei sich für kurzfristige sinnvolle Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation im Neuenheimer Feld stark machen, so Leo Späth, der für die LINKEN-nahe Hochschulgruppe im Senat der Universität sitzt und auf der Gemeinderatsliste kandidieren möchte.

Der Boxberger Bezirksbeirat Florian Lamade ergänzt, dass vor allem ein besserer Zugang zum Jobticket, sowie der Ausbau des ÖPNV eine zentrale Forderung im Programm darstellen würden.

Wir setzen uns zudem auf der größten Konversionsfläche, dem „Patrick-Henry-Village“, für eine überwiegende Nutzung als Wohnfläche ein. An Stelle der von der Stadt vorgeschlagenen Aufteilung zwischen Wohnfläche und Gewerbefläche von 40 Hektar zu 40 Hektar schlagen wir eine Aufteilung 60 Hektar zu 20 Hektar zu Gunsten der Wohnflächen vor“, so Fabian Giese aus dem Ortsvorstand der LINKEN.

Den vollständigen Pendlerbericht finden Sie unter www.heidelberg.de/…wohnort+immer+begehrter.html

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