Solidarität mit den Beschäftigten am Psychatrischen Zentrum Wiesloch

Am Mittwoch, 22.7. ruft ver.di die Beschäftigten der Servicegesellschaft Nordbaden mbH aus Küche, Wäscherei und Casino am Psychatrischen Zentrum Wiesloch (PZN) erstmals zum Warnstreik auf. Seit 2006 sind diese an die 100%-PZN-Tochter, Servicegesellschaft Nordbaden mbH (SGN) ausgegliedert und haben dadurch seit 14 Jahre erhebliche Lohneinbußen.Von den 9 Zentren für Psychiatrie in Baden-Württemberg ist dies nur in Wiesloch. Im Gegensatz dazu werden die Kolleg*innen in Calw, Emmendingen oder Winnenden Wäscherei und Küche nach Länder-Tarif bezahlt.

Damals in den Jahren 2005 und 2006 hieß es von der Geschäftsleitung, diese Bereiche in Wiesloch müssen Pilotprojekt werden, auch um angeblich Schlimmeres zu verhindern. Auch an allen anderen ZfP-Standorten in BaWü würde nach dem Wieslocher Pilot die massive Lohnsenkung in Küche und Wäscherei eingeführt werden. 14 Jahre später blieben den anderen ZfPen diese Schlechterstellung zum Glück erspart. Die Wieslocher Beschäftigten werden aber immer noch abgespeist.


Seit Dezember 2019 ist die Arbeitgeberseite nicht bereit, mit ver.di über die Einführung des Länder-Tarifs (TV-L) zu verhandeln. Nun müssen die SGN-Beschäftigten für die Wiedereinführung des Länder-Tarifs streiken


Anläßlich des Warnstreiks hat der Ortsverband der LINKEN Heidelberg und die Gemeinderatsfraktion eine Soli-Erklärung verfasst. Diese findet sich hier.