Linksjugend.Solid: Nein zur Gewerkschaftszerstörung! Solidarität mit der GdL!

Die Gewerkschaft der Lokomitvführer (GdL) kämpft um faire Löhne. Die Lohnforderungen liegen mit 1,4% Zuwachs im ersten Jahr sichtbar unter der erwarteten Inflationsrate von 1,8%. Das ist wirklich nicht zu viel verlangt.

Die Ablehnung dieser Forderung ist überhaupt nicht zu rechtfertigen, wenn man bedenkt, dass die Deutsche Bahn sich als Teil des Öffentlichen Dienstes aufspielt, in dem den Beschäftigten fast gleiche Lohnerhöhungen zugestanden worden sind. Hinzu kommt, dass die Forderung einer Corona-Prämie von 600€ abgelehnt wird, obwohl dies im Tarifvertrag mit der Gewerkschaft Verdi für die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes bereits vereinbart worden war und für die Beamten ausgezahlt worden ist. Der Staatskonzern behandelt die Mitglieder der Gewerkschaft GdL daher als zweitklassige Beschäftigte.

Was in der Debatte ebenfalls totgeschwiegen wird, ist, dass der Staatskonzern den Tarifvertrag zur betrieblichen Zusatzrente ersatzlos gekündigt hat. Die Forderung nach einer Weiterführung der Zusatzrente ist daher das Mindeste, was man den Beschäftigten eingestehen sollte.

Es entsteht der Eindruck, dass man die GdL als kämpferische Gewerkschaft mitsamt ihrer Forderungen loswerden will, da man die Niedriglöhne und Benachteiligung ihrer Mitglieder zugunsten weiterer Privatisierungen der Schienenstrecken sowie der Infrastruktur der Deutschen Bahn erhalten möchte.

Das macht sich vor allem an der Behandlung der Konkurrenzgewerkschaft EVG bemerkbar, die den Arbeitergebern nahesteht (im Aufsichtsrat vertreten) und für 2021 sogar eine Nullrunde, d.h. keinerlei Lohnerhöhung, akzeptiert hat. Die Betriebsrente wurde zwar für die Mitglieder der EVG ebenso gestrichen. Im Gegensatz zu den Mitgliedern der GdL haben sie jedoch einen Kündigungsschutz erhalten. Das zeigt, wie notwendig und richtig die Entscheidung der GDL zum Streik ist.

Vor allem mangelt es der Deutschen Bahn nicht an Geld, da sie Milliarden an Steuergeldern für Spekulationen im Ausland verbrannt hat, um gut 200 Unternehmen aufzukaufen. Im Gegenzug hat die Deutsche Bahn die Investitionen in ihre Infrastruktur unterlassen, um sich unter anderem nicht neue GdL Mitglieder einzufangen bzw. diese einfacher loswerden zu können.

Daher unterstützen wir als Linksjugend die GdL in ihrem Streik, da ihre Lohn- und Prämienforderungen mehr als berechtigt sind. Die Deutsche Bahn tut gut daran, ihre Beschäftigten angemessen zu bezahlen. Statt ständig gewinnorientiert zu wirtschaften, ist die Bahn gut beraten, ihre Infrastruktur so weit zu erhalten, dass die Bahnkunden sicher und verlässlich fahren können. Dazu gehört eben auch eine deutlich bessere Bezahlung der Beschäftigten!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.