Von unseren Haustürgesprächen
Am vergangenen Samstag waren wir wieder vor Ort, diesmal in der Wilhelmstraße, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und herauszufinden, was sie in ihrem Alltag am meisten belastet und was sich dringend ändern muss. Neben den hohen Preisen für Wohnen und Lebensmittel wurde auch die zunehmend schlechter funktionierende Infrastruktur unseres Landes genannt, konkret am Beispiel der Deutschen Bahn. Ein Dossenheimer Bürger beklagte auch, die zunehmende Gewinnorientierung z.B. im Gesundheitssystem sei ein großes Problem. Er wünschte sich einen Stopp der Privatisierungen und die Vergesellschaftlichung von existenzieller Infrastruktur, auf die jede und jeder angewiesen ist, um Grundbedürfnisse, wie Mobilität und Gesundheit, zu erfüllen. Auch der Personalmangel in unseren Kitas und die daraus resultierenden Betreuungsengpässe waren ein Thema in unseren Gesprächen.
Dazu passt, dass gerade am vergangen Freitag eine Dossenheimer Kita schweren Herzens die geplante Weihnachtsfeier absagen musste. In den nächsten Monaten können aufgrund der angespannten Personalsituation dort an zwei Wochentagen nur verkürzte Öffnungszeiten angeboten werden. Fördermittel für das tolle Projekt “Kolibri”, das Kitas unterstützen soll, Kindern mit intensivem Sprachförderbedarf durch gezielte sprachliche Fördermaßnahmen die bestmöglichen Voraussetzungen für den Schulstart zu ermöglichen, wurden dieses Jahr in keinem Dossenheimer Kindergarten abgerufen. Der Grund war, dass die Umsetzung zusätzlichen Personalaufwand bedeutet hätte und diese Ressourcen nicht vorhanden waren.
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