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Wohnen als Bedürfnis, statt als Ware – Einwohnerantrag gegen den Mietennotstand

Die Linke Eppelheim

Die Partei Die Linke hat einen Einwohnerantrag gegen den Mietennotstand in Eppelheim erarbeitet. Darin fordert sie konkrete Maßnahmen für bezahlbaren Wohnraum, soziale Wohnungsversorgung und besseren Schutz für Mieterinnen und Mieter.

Die Mieten steigen seit Jahren immer weiter an - auch in Eppelheim. Für viele Menschen wird es zunehmend unmöglich, bezahlbaren, zu den persönlichen Umständen passenden Wohnraum zu finden oder in ihrer gewohnten Umgebung wohnen zu bleiben. Gerade Familien, Rentnerinnen und Rentner, Auszubildende, Studierende, Alleinerziehende, Menschen mit Behinderung oder geringem Einkommen geraten immer stärker unter Druck. Deswegen reicht Die Linke Eppelheim einen Einwohnerantrag ein, der den Gemeinderat auffordert, den Mietennotstand offiziell anzuerkennen und konkrete Gegenmaßnahmen zu entwickeln.

Der Antrag fordert unter anderem den Ausbau sozial gebundenen Wohnraums, eine kostenlose Mieterberatung, stärkere kommunale Eingriffe in den Wohnungsmarkt sowie die Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft. Jan Blüm der die Linke im Stadtrat vertritt, bekräftigt: „Ziel ist es, Wohnen am Gemeinwohl auszurichten – statt an Profitinteressen.“

Für Die Linke ist klar: Die aktuelle Wohnungsnot ist kein Naturgesetz, sondern Ergebnis der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse. Wohnraum wird vor allem als Ware behandelt. Wohnungen dienen nicht in erster Linie dazu, Menschen ein Zuhause zu geben, sondern dazu, Gewinne zu erwirtschaften. Sie sind nicht Zweck, sondern nur Mittel. Wenn lebensnotwendige Dinge wie Wohnen dem Markt überlassen werden, zählt am Ende nicht der menschliche Bedarf, sondern die Zahlungsfähigkeit.

„Das zeigt sich auch hier in Eppelheim,“ betont Blüm. Während viele Menschen Angst vor der nächsten Mieterhöhung haben, steigen Immobilienpreise und Renditen weiter an. Wohnungen werden zu Anlageobjekten für Investoren, während die Menschen, die hier arbeiten und leben, immer größere Teile ihres Einkommens für die Miete aufbringen müssen.

Die Linke fordert deshalb ein Umdenken: Wohnraum darf keine Ware sein. Eine Wohnung ist kein Luxusgut, sondern Voraussetzung für ein würdevolles Leben, soziale Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Kommune muss deshalb stärker eingreifen, um die Interessen der Bevölkerung gegen Spekulation und Profitdruck zu schützen.

Mit dem Einwohnerantrag wird der Gemeinderat Eppelheim aufgefordert, konkrete Maßnahmen zu prüfen und umzusetzen. Dazu gehören unter anderem sozialverträgliche Nachverdichtung, langfristige Sozialbindungen bei Neubauten, die Nutzung kommunaler Vorkaufsrechte sowie eine stärkere Zusammenarbeit mit Genossenschaften und gemeinwohlorientierten Wohnungsprojekten.

Die Linke Eppelheim bedankt sich für die zahlreichen Unterstützungsunterschriften für den Einwohnerantrag. Denn gerade die Wohnungsfrage betrifft längst nicht mehr nur einzelne Gruppen, sondern die lohnabhängige Mehrheit der Bevölkerung. Die Linke unterstützt alle Einwohnerinnen und Einwohner, die sich dafür entscheiden sich auch jenseits von Wahlen für ihre Interessen stark zu machen. So bietet sie beispielsweise ihre Unterstützung für das Organisieren von parteiunabhängigen Mieterversammlungen an und beteiligt sich an den bundesweiten Sozialprotesten gegen Militarisierung und den Sparkurs der Regierung. Denn nicht nur bezahlbares Wohnen ist eine Voraussetzung für soziale Gerechtigkeit und ein gutes Leben – auch in Eppelheim.

Neugründung des Ortsverbands Die Linke Eppelheim

Die Linke Eppelheim

Im Endspurt des Wahlkampfs zur bevorstehenden Bundestagswahl erweiterte Die Linke ihre Präsenz auf lokaler Ebene mit der Gründung des neuen Ortsverbands in Eppelheim am 19.02.2025! Nach einer kurzen Vorstellungsrunde sowie einem kleinen Austausch zum Kennenlernen der anwesenden 13 Mitglieder erfolgte die Klärung allgemeiner und ortsspezifischer offener Fragen.
Die Linke Eppelheim möchte sich insbesondere für eine Entlastung des Eppelheimer Immobilienmarkts einsetzen sowie Unterstützungs- und Beratungsangebote für Familien schaffen. Der Ortsverband sieht sich als Ansprechpartner für die Eppelheimer Bürgerinnen und Bürger und möchte sich für lokale Themen stark machen.
In diesem Sinne wurde an diesem Tag einstimmig ein sechsköpfiger, paritätischer Vorstand, bestehend aus Franziska Aust, Patricia Rößler, Vanessa Ihrig, Anakin Luc Selig, Axel Hägele und Dominic Kraft gewählt. Die Vorstandsmitglieder werden sich fortan der genannten Themen und weiterer ortsspezifischer Inhalte annehmen. Die Linke Eppelheim sieht sich trotzdem als demokratischer Verband, der ein Mitspracherecht für alle Mitglieder garantiert.
Der Ortsverband trifft sich zukünftig an jedem ersten Donnerstag im Monat um 19:30 Uhr im Restaurant zum Goldenen Löwen. Neumitglieder und Interessierte sind herzlich Willkommen.

Die Linke Eppelheim freut sich auf den Austausch mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern, die aktiv an der politischen und gesellschaftlichen Gestaltung der Gemeinde mitwirken wollen.

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