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Die „Schmale Seite“, problematisch für Radfahrer – ein Lösungsvorschlag

Die Linke Schriesheim-Hirschberg

Ja, auch ich bin letztens auf der Rückfahrt vom Waldschwimmbad mit dem Fahrrad durch die „Schmale Seite“ entgegen der Einbahnstraße hinunter gefahren. Vorsichtig natürlich! Warum wird es den Radfahrer:innen an dieser Stelle eigentlich so schwer gemacht?

Das liegt in erster Linie daran, dass bei den Verkehrsbehörden immer noch das Auto den Vorrang vor allen anderen Verkehrsmitteln hat. Der Pkw-Verkehr wird bevorzugt behandelt. Dabei sollten Autos, Radfahrer:innen und Fußgänger:innen im Verkehrsgeschehen an solchen Stellen, wie sie sich jetzt in der „Schmale Seite“ ergeben, gleichberechtigt angesehen werden.

Uns vom Ortsverband Schriesheim-Hirschberg der Linken schwebt dazu folgende Lösung vor: Die „Schmale Seite“ wird - solange die Baustelle besteht - als verkehrsberuhigte Zone ausgewiesen. Das bedeutet, dass alle Verkehrsteilnehmer:innen, also Fußgänger:innen, Radfahrer:innen und Pkw, gleich behandelt werden. Die Durchfahrt für Fahrräder entgegen der Einbahnstraße wird erlaubt. Sowohl Autos als auch Fahrräder müssen Schrittgeschwindigkeit einhalten (ja, auch Rennräder und E-Bikes!). Hier ist von allen gegenseitige Rücksichtnahme gefordert. Und wenn ein Fahrradfahrer oder eine Fahrradfahrerin entgegenkommt, sollte vielleicht auch ein Autofahrer oder eine Autofahrerin mal anhalten, wenn es die Verkehrssituation erfordert.

Die „Schmale Seite“ kann als Beispiel dafür dienen, wie wir solidarisches Miteinander im Verkehr einüben. Das kann sogar ein Vorbild für gesamtgesellschaftliches Verhalten sein. In diesem Sinne grüßt Die Linke im Ortsverband Schriesheim-Hirschberg alle Schriesheimer Bürgerinnen und Bürger.

Nächste Woche berichten wir über unsere Erfahrungen im Gespräch mit Anwohner:innen, die uns zum Teil haarsträubende Verkehrssituationen in der „Schmale Seite“ schilderten.

Winfried Plesch für Die Linke Ortsverband Schriesheim-Hirschberg

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