Chaotische Verkehrssituationen bestehen nicht nur in der Schmalen Seite, auch rund ums Schulzentrum herrschen zwischen 7.30 bis 8.00 Uhr, 12.30 bis 13.15 Uhr und um 16 Uhr unhaltbare Zustände. Bei Haustürgesprächen erzählten uns sichtlich frustrierte Anwohner:innen von ihren täglichen Erfahrungen.
Seit auf der B3 eine Geschwindigkeitskontrolle aufgebaut wurde, nutzen viele Verkehrsteilnehmende die Max-Planck-Straße als Ausweichroute. Dies führt zu einem starken Verkehrsaufkommen direkt entlang des Schulzentrums. Immer wieder werden hier die Geschwindigkeitsbeschränkungen nicht eingehalten – Anwohner:innen berichten sogar von Fahrgeschwindigkeiten bis zu 70 km/h! Auch wären die Bodenwellen schon so weit abgefahren, dass sie kaum noch Wirkung zeigen.
Noch gefährlicher ist die Verkehrssituation in der Hirschberger Straße. Im Bereich der Bushaltestelle kommt es aufgrund von „Elterntaxis“ täglich zu Regelverstößen, wie zum Beispiel Parken in der Haltestelle oder auf benachbarten Privatparkplätzen, Blockieren des Fahrradstreifens, Missachtung der Vorfahrt oder Fahren entgegen der Einbahnstraße. Dieses tägliche Verkehrschaos ist eine besondere Gefahr für Anwohner:innen, Kindergartenkinder, Schüler:innen und Fahrradfahrer:innen. Anwohner Bernd Müller berichtete, dass es sogar schon zu körperlichen Übergriffen gegen Lehrer:innen und Anwohner:innen kam, die Verkehrsteilnehmende auf ihr Fehlverhalten aufmerksam machen wollten. Herr Müller und auch andere Anwohner:innen haben die Stadt schon mehrfach über die Situation informiert. „Aber geändert hat sich nichts!“
Für Die Linke Schriesheim-Hirschberg ist diese Verkehrssituation im Sinne der Anwohner:innen und Schüler:innen so nicht länger tragbar. Wir fordern die Einrichtung einer Schulstraße oder gleich einer Schulzone um das gesamte Schulzentrum, um unsere Kinder zu schützen. Der Parkplatz an der Mehrzweckhalle könnte als „Hol- und Bringezone“ dienen. Denn von dort ist es nur ein kurzer Weg zur Schule. Die Einrichtung einer Schulstraße oder Schulzone wird seit Juni 2025 vom Land Baden-Württemberg per Erlass rechtlich unterstützt. Wir bitten die Gemeinde dringend, hier in diesem Sinne tätig zu werden.
Manuel Scheuermann und Christopher Till