Windkraft im Wald: Sachliche Gegenargumente zu Behauptungen der „Gegenwindler“
Die Ortsverbände der Grünen, der SPD und der Linken befürworten den Bau von Windkraftanlagen im Schriesheimer Wald am Weißen Stein. In einer konzertierten Aktion veröffentlichen wir heute sachliche Gegenargumente zu Behauptungen, die häufig als Argumente dagegen zu hören sind.
Wir, Die Linke Ortsverband Schriesheim-Hirschberg nehmen zu den folgenden beiden Punkten Stellung:
Nein, der Wald wird nicht zerstört
Feuersbrünste infolge der Klimaerwärmung oder Brandrodungen am Amazonas zerstören den Wald! Aber vier Windräder im Schriesheimer Wald zerstören den Wald nicht.
Sie benötigen nur 0,2% der Fläche des Waldes. Während des Baus benötigte Lagerflächen werden danach wieder renaturiert. Die meisten Wege sind bereits vorhanden. Sie werden um einen bis zwei Meter verbreitert und bei Bedarf geschottert. Auch die Kranstellfläche direkt beim Windrad wird geschottert, nicht versiegelt, Wasser kann weiterhin einsickern. Hydro-Geologen untersuchen während der Planung den Untergrund, um Gefährdungen für das Trinkwasser auszuschließen. Da so wenige Bäume gefällt werden, ist auch die Luftreinigungs- und Kühlungsfunktion des Waldes nicht beeinträchtigt. Lokale Erwärmung direkt auf der Kranstellfläche bei starker Sonneneinstrahlung dringt in den umgebenden Wald nur 10 bis 50 Meter ein und wird durch gezielte Bepflanzung am Rand weiter reduziert.
Der Wald als Ganzes gedacht wird eben nicht zerstört. Im Gegenteil, durch gezielte Ausgleichsmaßnahmen können sogar Verbesserungen im Ökosystem Wald und im Naturschutz erzielt werden.
Nein, Windkraft ist nicht unsicher
Die Energiewende braucht nicht nur Windräder, sondern auch Netze, Speicher und die Elektrifizierung von Verkehr, Wärme und Industrie, da wo noch Öl, Kohle oder Gas verbrannt werden. Dadurch verdoppelt sich der Strombedarf, aber der Gesamtenergiebedarf wird halbiert. Außerdem wird er besser steuerbar. Durch das Zusammenspiel von Erzeugung, Verteilung, Speicherung und Steuerung wird das System stabil und günstig. Wir sind noch lange nicht dort und werden daher auf absehbare Zeit noch fossile Energien benötigen. Wenn wir aber die Energieerzeugung – auch mit Windrädern - nicht dezentral und nicht im nötigen Umfang ausbauen, wird uns im Winter der Strom fehlen. Was auch mehr Speicher nicht ausgleichen können. Und wenn wir Windräder nur im Norden bauen, werden selbst die geplanten Hochleistungstrassen nicht ausreichen, um den benötigten Strom in den Süden zu leiten.
Wir müssen alle vier Teile des Systems gleichzeitig ausbauen - und zwar dringend und schnell. Denn der Klimawandel wartet nicht auf uns.
Merve Küçük Adanali für Die Linke Ortsverband Schriesheim-Hirschberg
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