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Fakten zum möglichen Neubaugebiet südlich des Schlittwegs

Die Linke Schriesheim-Hirschberg

Aus verschiedenen Fraktionen des Gemeinderats kommt immer wieder das Argument, man verfüge nicht über genügend Fakten, um über ein Neubaugebiet entscheiden zu können. Daher brauche man den extern begleiteten, vorgelagerten Entscheidungsprozess. Dieser würde die Stadt aber 130.000 € kosten. Den Gegnern des Neubaugebiets wird vorgehalten, sie argumentierten rein emotional. Wir vom Ortsverband Schriesheim-Hirschberg der Linken sind dagegen der Meinung, dass genügend Fakten vorliegen, um eine Entscheidung treffen zu können.

Was bereits bekannt ist:

  • Fakt ist, dass die Gemeinde keine eigenen Grundstücke im Gewann St. Wolfgang besitzt.
     
  • Fakt ist, dass es deshalb schwer bis unmöglich wird, in diesem potenziellen Neubaugebiet sozialverträglich bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ohne dass es für die Gemeinde sehr teuer wird.
     
  • Fakt ist, dass aus diesen Gründen in erster Linie hochpreisiger Neubau in diesem Gebiet entstehen würde.
     
  • Fakt ist, dass damit der Mietspiegel und auch die Preise für Wohneigentum in der Gesamtstadt ansteigen würden.
     
  • Fakt ist, dass der Bund der Selbständigen (BdS) vor einem Neubaugebiet am Südrand der Stadt warnt, weil er befürchtet, dass damit die Entwicklung in der Kernstadt (Heidelberger Straße, Altstadt), insbesondere fürs Gewerbe, erheblich in Mitleidenschaft gezogen würde.
     
  • Fakt ist, dass mit einer Bebauung des Gewanns St. Wolfgang südlich des Schlittwegs weitere 18 Hektar Grünfläche und wertvoller Ackerboden dauerhaft versiegelt würden.
     
  • Fakt ist, dass mit einer Versiegelung dieser Grünflächen und wertvollen Ackerbodens sowohl dem Naturschutz als auch dem Klima- und Hitzeschutz ein Bärendienst erwiesen würde.
     
  • Fakt ist, dass mit einer Versiegelung den Landwirtschaftsbetrieben Anbauflächen entzogen würden und damit die Belieferung der ortsansässigen Läden und Supermärkte mit regionalen Produkten in der Nahversorgung erschwert würde.
     
  • Fakt ist, dass diesen 18 Hektar mögliche Neubaugebietsfläche 28 Hektar erschließbare Fläche für die Innenentwicklung im Stadtgebiet gegenüberstehen.
     
  • Fakt ist, dass der Gemeinderat 2023 selbst das Innenentwicklungskonzept beschlossen hat, in dem er Innenentwicklung ganz klar vor Außenentwicklung priorisiert.

Alle oben genannten Punkte bestärken uns darin, ein Neubaugebiet im Gewann St. Wolfgang südlich des Schlittwegs abzulehnen. Aus unserer Sicht benötigt Schriesheim kein weiteres Neubaugebiet!

Weitere Infos:

► Bürgerbegehren gegen das Neubaugebiet unterstützen

► Rückblick Info-Veranstaltung mit Stefan Flaig: “Wir müssen bestehende Häuser besser nutzen, anstatt neue zu bauen”

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